Die neue EU Drohnenverordnung

EU Drone Flag

Veröffentlichung: Am 11.06.2019 durch die EU Kommission 

In Kraft treten: größtenteils ab 01.01.2021

Neuigkeiten zur EU-Drohnenverordnung (Stand: September 2020) 

 

Die wichtigsten Fakten:

  • Änderung der bestehenden Gewichtsgrenzen der Fluggeräte
  • Anhebung der maximalen Aufstiegshöhe von 100m auf 120m AGL
  • Einführung von zwei neuen „Drohnenführerscheinen“ und einem LUC Zertifikat mit dem Ziel europaweit einheitliche Befähigungen zu haben
  • Je nach Fluggerät und Vorhaben müssen diese registriert werden und per Funk ein Signal senden (Fernidentifizierung)
  • Einteilung der Drohnen in drei Kategorien (Open, Specific oder Certified) in Abhängigkeit vom Fluggerät und dem Vorhaben (Risikoansatz). Können die Anforderungen einer Kategorie nicht erfüllen werden, so steigt man in die nächst höhere Kategorie auf.

Open category / offene Kategorie – geringes Betriebsrisiko

  • Keine Beantragung von Genehmigungen notwendig
  • Betrieb ausschließlich in Sichtweite
  • Je nach Risiko gibt es Mindestauflagen, wie etwa das Mitführen eines Drohnenführerscheins oder eine Registrierung der Drohne
  • Zusammenfassung dieser Kategorie durch die folgende Tabelle, wobei die C-Klassen durch den Hersteller des UAS und die Unterkategorien A1 bis A3 durch den Anwender bestimmt werden

Drohne EU Klassen Tabelle

Specific category / spezielle Kategorie – erhöhtes Betriebsrisiko

  • Einholen von Genehmigungen nötig
  • Erstellen von Risikobewertungen (SORA-GER)
  • Durch die Beantragung eines LUC Zertifikats (light UAS operator certificate) können Genehmigungen auf eine einmalige Beantragung verringert werden, jedoch wird die Beantragung dieses Zertifikats wahrscheinlich sehr umfangreich werden, da es sich um eine Art Zertifizierung als Luftfahrtbetrieb handelt. Alternativ können sich UAS Anwender einem solchen Betrieb anschließen. Die Kopterzentrale wird diese Zertifizierung anstreben, allerdings gibt es aktuell noch keine präzisen Auflagen.
  • Umfang des LUC Zertifikats: Struktur innerhalb des Betriebs, Festlegung eines Qualitäts- und Sicherheitsmanagement Systems, Ausbildung und Training der Drohnenpiloten, Wartung der Fluggeräte, alle Themen die mit der Drohne in Verbindung gebracht werden können, von der Flugvorbereitung, über den eigentlichen Aufstieg bis hin zur Nachbereitung und Weiterverarbeitung etc.

Certified category / zulassungspflichtige Kategorie

  • Auflagen ähnlich komplex der bemannten Luftfahrt (Zulassung von UAS und UAS Betreiber, Fernpiloten-Lizenz etc.)
  • Anwendungen: Überflug von Menschenansammlungen, Beförderung von Personen, Transport von gefährlichen Gütern

 

 

Häufige Fragen zur EU Drohnenverordnung

Bis wann sind meine aktuellen allgemeinen Betriebserlaubnisse gültig?

Voraussichtlich verlängern die meisten Landesluftfahrtbehörden die Betriebs- und Sondererlaubnisse bis mindestens Mitte 2021 als Übergangslösung. Unsere Empfehlung ist daher die Erlaubnisse vieler Bundesländer zu beantragen oder bis zum Stichtag zu verlängern.

Ist mein bereits vorhandener Drohnenführerschein/Kenntnisnachweis weiterhin gültig?

Für die aktuellen Drohnenführerscheine wird es eine Übergangsfrist von einem Jahr geben, so dass sie bis Ende 2021 gültig bleiben. Ab Januar 2022 müssen dann die neuen EU-Drohenführerscheine vorhanden sein. Die Kenntnisnachweise nach §21 LuftVO sollen aber in die EU-Kompetenznachweise A1 / A3 umgeschrieben werden können.

Kann ich die aktuelle DJI Mavic Mini in Deutschland ohne Beschränkungen und Erlaubnisse fliegen?

Das Gewicht der DJI Mavic Mini liegt zwar unter der 250g-Grenze, ist nun aber noch nicht offiziell in der C0-Klasse kategorisiert worden. Zur Übergangsregelung darf die Drohne aber in der Unterkategorie der offenen Kategorie A1 betrieben werden.

Trotzdem gilt: In Deutschland müssen zum Beispiel Lufträume, Versicherungspflicht und eventuelle Betriebsverbote grundsätzlich beachten werden!

Von welcher EU-Drohnen-Kategorie werde ich zukünftig betroffen sein?

Die gängigen gewerblichen Anwendungen werden zum Großteil in der offenen Kategorie oder der speziellen Kategorie eingeordnet werden. Je nachdem wie intensiv das UAS im Betrieb genutzt wird, macht eine eigene Beantragung oder der Anschluss an einen LUC Betrieb Sinn. Hier gilt es, wenn es soweit ist, die Kosten und Nutzen abzuwägen. Die Kopterzentrale wird die LUC Zertifizierung anstreben, wenn weitere Informationen dazu veröffentlicht werden.

Wie umfangreich werden die Prüfungen zu den neuen EU Drohnenführerscheinen?

Es wird einen kleinen und einen großen Drohnenführerschein geben.
Der kleine Nachweis kann voraussichtlich durch einen Online-Lehrgang mit Online-Theorieprüfung beim Luftfahrt-Bundesamt erworben werden. Die Prüfung umfasst 40 Multiple-Choice-Fragen aus den Bereichen wie z. B. Luftrecht, Flugsicherheit, Luftraumbeschränkungen, menschliches Leistungsvermögen etc.

Der große EU-Drohnenführerschein, auch Fernpiloten-Zeugnis genannt, kann bei anerkannten Stellen abgelegt werden. Der kleine Nachweis wird dabei vorausgesetzt. Umfang der Prüfung sind 30 Multiple-Choice-Fragen aus den Themengebieten Meteorologie, UAS-Flugleistung, technische und betriebliche Minderung von Risiken am Boden, sowie wahrscheinlich einer praktischen Flugprüfung.

Wo können die Prüfungen für die neuen EU Drohnenführerscheine abgelegt werden?

Die Kopterzentrale wird natürlich versuchen annerkannte Prüfungsstätte für die neuen Drohnenführerscheine zu werden, allerdings fehlen hier noch genaue Informationen seitens der Behörden zur Zertifizierung. Wir werden Sie rechtzeitig informieren, wenn es möglich ist, die Prüfung zu den neuen Drohnenführerscheinen abzulegen. Aktuell ist das europaweit noch nicht möglich.

 

 

Tags: Drohnenverordnung, gewerbliche Drohnen, Aufstiegsgenehmigung, Drohnenführerschein, LBA, EU-Drohnenverordnung, LUC

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